Die UBS übernimmt die Credit Suisse

UBS kauft Credit Suisse für drei Milliarden Franken

Die UBS übernimmt die Credit Suisse für drei Milliarden Franken. Die Schweizerische Nationalbank unterstützt die Übernahme mit umfangreichen Liquiditätshilfen.

Es hat also nicht gereicht.

Dabei war der Betrag riesig:

50 Milliarden Franken stellte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am vergangenen Donnerstag der angeschlagenen Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) zur Verfügung.

“Wir danken der SNB”

ließ sich CS-CEO Ulrich Körner in einer Mitteilung zitieren.

Der Markt aber blieb undankbar.

Bereits am Freitagmittag war der Effekt der Milliardenspritze verpufft.

Der Aktienkurs der CS sank weiter. Bei Börsenschluss lag er noch bei 1,86 Franken. Pulverisiert.

Damit war die Bank gerade noch ein Siebtel so viel wert wie vor einem Jahr.

Was übers Wochenende folgte, war für die Involvierten ein Wettlauf gegen die Zeit.

Und für das interessierte Publikum ein Bankencrash im Liveticker. Es endete mit einem historischen Moment am Sonntagabend:

Die Schweizer Großbank UBS übernimmt die taumelnde Credit Suisse.

Die frühere Schweizerische Kreditanstalt, 1856 vom eidgenössischen Tycoon Alfred Escher gegründet, ist Geschichte.

Geschluckt von der UBS, ihrer großen Konkurrentin, die am Paradeplatz in Zürich im Nachbargebäude ihren Hauptsitz hat.

Bis am Sonntagabend mussten die CS, die SNB und der Bund eine Lösung für das taumelnde Institut gefunden haben.

Sollten sie scheitern, das war ihnen klar, hätte das nicht nur für die Bank und den Schweizer Finanzplatz, sondern für das globale Bankensystem verheerende Folgen.

Man befürchtete einen Dominoeffekt wie damals, 2008, beim Konkurs der US-Bank Lehman Brothers.

Am Sonntagmorgen sickerte das erste Mal durch:

Die UBS, die andere Schweizer Großbank, habe der CS ein Kaufangebot über eine Milliarde Franken unterbreitet.

Nach dem Mittag die Meldung: Die CS lehnt das Angebot ab. Es sei zu niedrig.

Später plötzlich die News: Die Übernahme platzt, die CS wird verstaatlicht.

 

Es geht um mehr als die Schweiz

 

Stets waren die Quellen die britische Financial Times, die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg oder Reuters.

Was auch viel über die Tragweite der Entscheidungen verrät, die in diesen Tagen im Bernerhof gefällt wurden, dem ehemaligen Luxushotel, in dem heute das Eidgenössische Finanzdepartement residiert.

Dann, um 19.30 Uhr tritt im Bundeshaus in Bern die Schweizer Regierung vor die Medien und verkündet, ausnahmsweise auch auf Englisch:

Die UBS kauft die CS. Für drei Milliarden Franken.

“Es ist die beste Lösung, um das Vertrauen in die CS wiederherzustellen, das Risiko für das Land zu minimieren und seine Bürger zu schützen”, sagt Bundespräsident Alain Berset.

Und Finanzministerin Karin Keller-Sutter, die später erzählt, dass sie selbst ein Sparkonto bei der CS habe, fügt an:

“Die Liquidität der CS war nicht mehr gesichert.”

Der Deal sieht wie folgt aus:

Die SNB unterstützt die Übernahme mit einer zusätzlichen Liquiditätshilfe von 100 Milliarden Franken. Insgesamt garantiert die SNB der CS nun 200 Milliarden Franken.

Der Bund seinerseits garantiert der SNB 100 Milliarden Franken und der UBS weitere 9 Milliarden Franken für allfällige Verluste der Bank in bestimmten Geschäftsbereichen, die sie von der CS übernimmt.

Es lässt sich diese Versicherungsleistung mit 1,5 Prozent Zins vergüten.

Die Aktionäre der beiden Banken und die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben dazu nichts zu bestimmen.

Der Bundesrat entschied per Notrecht.

Chef der neuen UBS wird der heutige UBS-CEO Ralph Hamers, und auch Colm Kelleher bleibt im Amt als Verwaltungsratspräsident.

Abgewickelt wird die Übernahme mit einem Aktientausch.

Ein CS-Titel wird dabei noch mit gerade mal 76 Rappen bewertet.

Besser als nichts, sagte Nationalbankchef Thomas Jordan sinngemäß.

Quelle: Finews.ch /Die Welt / Handelsblatt

Bilder: Credit Suisse Twitter Screenshot

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