Die Schauspielerin und ein reicher Mann

Es gibt einen alten Witz über einen reichen Mann, der mit einer berühmten Schauspielerin spricht. Nachdem er sie gefragt hat, ob sie für eine Million Dollar mit einem Fremden schlafen würde, antwortet sie begeistert: “Ja!” 

Daraufhin fragt er sie, ob sie das auch für fünf Dollar tun würde. Beleidigt schäumt sie: “Fünf Dollar? Für was für eine Frau halten Sie mich?”

 

“Das haben wir doch schon geklärt”, erwidert der Mann. “Jetzt feilschen wir nur noch um den Preis.”
 

Obwohl dieser Witz im heutigen Politisch-Korrekten-Klima wahrscheinlich nicht mehr funktioniert, haben wir alle den Punkt verstanden. Die Frau hat bereits zugegeben, dass ihre Prinzipien für die richtige Summe verhandelbar sind. 

Die Untergrenze dieser Summe zu bestimmen, sollte also nicht per se beleidigend sein.

Das mag wie ein plumper Scherz erscheinen, aber in Wirklichkeit ist es ein aufschlussreicher Einblick in die grundlegende philosophische Debatte unserer Zeit – vielleicht die grundlegende philosophische Debatte aller Zeiten. 

Und es hilft uns, auf die “Lockdowners”, die “Anti-Free Speechers” und andere Feinde der Zivilisation mit einer Antwort zu reagieren, die tatsächlich zum Kern des Problems vordringt.

Wie viele Tote während einer Pandemie wären nötig, damit Sie zustimmen, dass Ihre unveräußerlichen Menschenrechte in der Tat veräußerlich sind? 

Wenn es tatsächlich eine Zahl von übermäßigen Todesfällen gibt, bei der Sie der Regierung das Recht zugestehen würden, Städte abzuriegeln und die Bevölkerung zwangszuimpfen, dann sind Sie wie die Frau in dem Witz. Die sogenannten “Gesundheitsbehörden” wissen, was Sie sind. 

Jetzt feilschen sie nur noch um den Preis.

Die Nützlichkeit dieses Rahmens für die Hinterfragung unserer eigenen, selbsternannten Ideale und was sie implizieren, sollte mittlerweile offensichtlich sein.

Diejenigen, die nach dem Staat schreien, um Big Tech zu regulieren, können nicht behaupten, dass sie beleidigt sind, wenn der Staat dann Big Tech sagt, dass sie COVID “Desinformation” oder andere nicht genehmigte Sprache von ihrer Plattform entfernen müssen. 

Schließlich haben sie bereits festgelegt, was Sie sind (jemand der Interventionen der Regierung gut heisst).

Jetzt sind sie nur noch am Feilschen über den Preis.

Und ist es OK für die Regierung, Ihr Einkommen um 1/10 von 1% zu besteuern, um Waisenkinder zu ernähren und zu kleiden? “Ja!” Wie wäre es dann, wenn sie 99% Ihres Einkommens stehlen und damit den militärisch-industriellen Komplex finanzieren? “Um Himmels willen, nein! Das ist absurd!” 

Aber warum sind Sie so beleidigt? Sie feilschen doch nur.

Sie sind dafür, Masken zu tragen und zwei Wochen zu Hause zu bleiben, um die Kurve bei dieser tödlichen Pandemie abzuflachen, oder? Nun, wie wäre es, wenn wir Sie zwangsimpfen und ein “Gesundheitspass”-System einführen, das jede Ihrer Bewegungen und Interaktionen für den Rest Ihres Lebens regelt? 

Aber warum sind Sie so beleidigt? Sie feilschen doch nur.

Sie sehen, wohin das führt. Und Sie sehen, warum das Argumentieren mit Leuten über die Bedingungen der Situation, die sie überzeugt hat, ihre Prinzipien aufzugeben, nicht wirklich zur Wurzel des Problems führt.

Das Problem ist, dass sie nicht aus Prinzip argumentieren. Sie haben bereits zugegeben, was sie sind. 

Das Einzige, was übrig bleibt, ist, um ihren Preis zu feilschen.

Das ist ein tiefes und wichtiges Thema, das man nicht banal zusammenfassen sollte. Es gibt viele Denkschulen, die unterschiedliche Argumente für eine konsequentialistische Moralphilosophie vorbringen: Utilitarismus, ethischer Pragmatismus, Situationsethik usw.

Diese Argumente werden auf unsere Gefahr hin leichtfertig abgetan, gerade weil sie für so viele Menschen zur Standard-Denkweise geworden sind.

Denn wie viele Menschen würden anders antworten als die Frau in dem Witz, wenn der genannte Preis hoch genug wäre?

Wie viele Menschen stehen wirklich auf Prinzipien und sind nicht bereit, ihre Rechte wegzuverhandeln? Wie populär wäre es, zu sagen, dass es bestimmte Positionen gibt, die unter keinen denkbaren Umständen verhandelbar sind?

Das sind keine einfachen Fragen, und wir müssen uns ihnen stellen und unsere Positionen dazu artikulieren, bevor wir uns mit anderen über diese Punkte auseinandersetzen.

Ein weiterer Punkt, den man aus dem Witz herauslesen kann, ist, dass die Frau durch die Unterstellung, sie sei in Wirklichkeit eine Prostituierte, beleidigt ist.

Man spürt in ihrer Empörung das Potenzial für einen Moment der Selbstverwirklichung, und das ist vielleicht der Punkt, auf den es ankommt. Ob es ihr gefällt oder nicht, sie hat gerade zugegeben, eine Prostituierte zu sein. Der Mann feilscht nur um den Preis.

Anstatt also mit einem engagierten COVID-Lockdown-Befürworter über Zahlen und Fakten zu streiten, sollten Sie vielleicht mit ihm über den Preis feilschen.

Machen wir zusammen unsere Freiheit richtig teuer!

Bild: Unsplash – jeferson-gomes

Quelle: 2020News

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